Boxbandagen gehören zu einer sicheren Schutzausrüstung beim Boxen dazu. In diesem Artikel wollen wir diese mit den üblichen Boxhandschuhen vergleichen, Ihnen die Vor- bzw. Nachteile sowie die richtige Anwendung und Tipps zum Bandagieren vorgestellt.

aufgerollte BoxbandagenBoxbandagen sind lange Bänder, die man beim Boxen um die beiden Hände wickelt, um die Hände, die Handknochen und die Handgelenke zu schützen. Deswegen sind sie für ein intensives und effektives Training unerlässlich. Häufig sind die Bandagen aus natürlichem Material wie Baumwolle hergestellt.

In der Regel sind die Bandagen für Zuschauer von Boxkämpfen unsichtbar, denn sie werden unter den Boxhandschuhen als zusätzlichen Schutz getragen. Die Boxbandagen stabilisieren dabei die Handgelenke und können Verschleiß an Gelenken vorbeugen. Vor allem durch diese stabilisierende Wirkung schützen sie vor  Verletzungen wie beispielsweise Verstauchungen und dem Überdehnen von Sehnen.

Des Weiteren wird durch das Tragen von Boxbandagen der Druck auf die Gelenke minimiert.Weil die Bandagen die Hände und die Gelenke schützen, finden sie auch Verwendung beim Ballspielsport wie Basketball oder Handball.

Vor- und Nachteile der Boxbandagen

Im Gegensatz zu Boxhandschuhen hat man mit Boxbandagen mehr Kontakt zu einem Boxsack. Wenn Sie etwas vom Schlag spüren wollen und keine dicken Handschuhe tragen möchten, dann sind  Bandagen ein klares Vorteil. Zu beachten ist, dass man mit Bandagen dann trainiert, wenn die Boxsäcke nicht zu hart sind.

Die Bandagen sind in der Anschaffung viel günstiger als Boxhandschuhe. So kann man gute Bandagen schon ab 10 Euro aufwärts kaufen. Gute Boxhandschuhen hingegen sind ab ca. 50 Euro erhältlich.

Im Gegensatz zu Boxhandschuhen sind die Bandagen angenehmer zu tragen. Durch das elastische Material können die Hände atmen und der Schweiß wird gut vom Material aufgenommen.

Wenn Sie mit schweren und harten Sandsäcken trainieren, sollten Sie besser immer Boxhandschuhen benutzen. Denn nur mit Bandagen ist das Verletzungsrisiko sehr hoch. Mit Boxhandschuhen sind Sie in diesem Fall auf der sicheren Seite.

Das Wickeln der Boxbandagen erfordert etwas Übung. Dafür muss man sich Zeit nehmen und eine für sich passende Technik auswählen. Die Boxhandschuhe hingegen lassen sich schnell anziehen und mit Klettverschluss oder Schnürungen zumachen.

Unterschiede zwischen Boxbandagen und Boxhandschuhen

Im Gegensatz zu Boxbandagen sind Boxhandschuhe gepolstert und schützen dadurch die Hände optimal vor Stößen. Die ganze Hand wird von dem Handschuh umschlossen, wodurch diese geschützt wird. Um den Gegner nicht ernsthaft zu verletzen, trainieren Boxer mit schweren Handschuhen. Deswegen benutzt man häufig die Bandagen eher dann, wenn man ein Training an der weichen Boxbirne, dem Speedball oder Punchingball absolviert.

Darüber hinaus werden solche Bandagen nicht nur beim Boxen betragen sondern, auch unter Muay Thai Handschuhen und beim Kickboxen. Bei Mixed Martial Arts hingegen werden keine Boxbandagen unter den MMA Handschuhe getragen, weil Sie die Kämpfer bei bestimmten Griffen zu stark einschränken würden.

Anders als Bandagen, bestehen die Handschuhe aus Leder oder modernen Kunststoffen. Die Boxhandschuhe sind auch schwerer als die Bandagen. Man kann Handschuhe in verschiedenen Größen und Gewichten kaufen. Außerdem gibt es verschiedene Arten von Handschuhen, die speziell auf den jeweiligen Kampfsport ausgerichtet sind.

Bei den Boxbandagen kann man sich die Länge und die Breite der Bänder aussuchen. Wenn Sie sich Boxhandschuhe kaufen, müssen Sie hingegen auf das Gewicht achten, das in der Einheit Unzen oder oz (1.oz = 28,35 Gramm) gemessen wird.

Boxhandschuhe und Boxbandagen

Boxbandagen und Boxhandschuhe sind die wichtigsten Bestandteile der Schutzausrüstung beim Boxen. Deswegen benutzen Boxer Bandagen unter ihren Boxhandschuhen, um Verletzungen vorzubeugen. Welche Schutzausrüstung für Sie in Frage kommt, können Sie anhand der Vor- und Nachteile für sich selbst entscheiden.

Beschaffenheit der Bandagen

Gute Boxbandagen sollten die richtige Länge haben und aus passendem Material bestehen. So können Sie zwischen Bandagen auswählen, die mindestens 2,50 m und höchstens 4,50 m lang sind. Die Breite sollte maximal 5 cm betragen.

Nehmen Sie elastische Boxbandagen, die aus Baumwolle, Flanell, Mull oder Krepp bestehen. Diese geben den richtigen Halt und fühlen sich angenehm und weich an. Wichtig ist außerdem, dass ein Klettverschluss und eine Daumenschlaufe vorhanden sind, damit das Anlegen und Wickeln einfach und schnell ermöglicht wird.

Was ist wichtig beim Anlegen der Bandagen?

Boxbandagen anlegen

Das Anlegen der Boxbandagen erfordert Übung, Ruhe und Konzentration. Jeder Kampfsportler wickelt die Bandagen auf seine Weise. Deshalb gibt es auch viele Methoden, die zeigen, wie man Bandagen anlegt. Man muss nur darauf achten, dass die Grundgelenke der Finger, die Handgelenke und Mittelhandknochen stabilisiert und fixiert werden.

Ganz wichtig ist, dass man zuerst die Daumenschlaufe über den Daumen legt. Erst dann ist das Handgelenk an der Reihe. Daraufhin fixiert man die einzelnen Finger um das Handgelenk. Anschließend bandagiert man die Fingerknöchel und die Mittelhand.

Zu beachten ist, dass Sie die Bandagen gut fest binden, um die Fixierung des Handgelenks und der Finger zu gewährleisten. Wichtig ist auch, dass man die Boxbandagen nicht zu locker und nicht zu fest anlegt. Denn dadurch verlieren sie ihre Schutzfunktion und können mehr schaden als helfen.  So kann die Durchblutung gestört werden, wenn man die Hände zu fest bandagiert.