Wir haben uns den Tube Trainer von Gold`s Gym näher angeschaut und möchten unsere Erkenntnisse natürlich gerne mit Ihnen teilen.

Standboxsäcke haben ja generell den Vorteil, dass sie relativ leicht zu transportieren sind und keinerlei Montagearbeiten an Wand oder Decke durchgeführt werden müssen. Sie müssen lediglich den Standfuß mit Sand oder Wasser füllen und schon kann das Training beginnen.

Dies gilt natürlich auch für dieses Exemplar, welches wir Ihnen nun genauer vorstellen werden.

Lieferumfang und Aufbau

Zum Lieferumfang des Boxsacks zählt nur der Standboxsack selbst und kein Zugehör Boxhandschuhe oder Montagematerial. Zweitens ist natürlich auch nicht notwendig, denn dieses Exemplar verfügt über einen eigenen Standfuß und muss nicht an Wand oder decke befestigt werden.

Der Aufbau selbst geht schnell und unkompliziert von der Hand. Nach dem Auspacken wird der Standfuß, das Verbindungsstück und der Boxkörper selbst zusammengeschraubt. Dies ist unkompliziert und auch von Laien fix erledigt.

Anschließend kann der Boxsack senkrecht hingestellt werden und der Standfuß mit Wasser oder Sand gefüllt werden; wir empfehlen Sand. Der Fuß hat einen Durchmesser von 65 cm und kann daher einiges an Füllmaterial aufnehmen. Dieses muss natürlich separat und am besten schon vorzeitig erworben werden, damit dem verzögerungsfreien Aufbau nichts im Wege steht.

Qualität und Verarbeitung des Standboxsacks

Sämtliche Komponenten des Gold`s Gym Tube Trainer machen zunächst einen guten Eindruck. Der Boxkörper hat einen schwarzen Überzug aus Kunstleder und die Füllung besteht aus recht hartem und dichten Schaumstoff, der aber trotzdem weicher als viele Boxsäcke mit Füllungen aus Textilschnitzeln oder Plastikgranulat ist.

Das Hartplastik des Standfußes macht auch einen soliden Eindruck; hier gibt es nichts auszusetzen.

Anders sieht es jedoch mit dem grauen Verbindungsstück aus. Dieses ist wie eine Feder geformt und soll die Schläge bzw. Tritte beim Boxtraining besser absorbieren. Neben der Tatsache, dass diese „Feder“ ein wenig härter sein könnte um die Schwingbewegung stärker abzubremsen, neigt diese anscheinend auch häufiger dazu zu brechen.

Das Boxtraining

Kommen wir zum eigentlichen Belastungstest für den stehenden Boxsack; dem Boxtraining. Hier muss jeder Boxsack zeigen was er taugt und so auch der Tube Trainer.

Für einen ausgewachsenen Menschen macht das Training an dem 170 cm hohen Boxsack definitiv Spaß. Dies gilt sowohl für die Schlag- und Trittübungen. Allerdings und das ist das Manko bei diesem Standboxsack, schwingt der Boxkörper bei ordentlichen Tritten oder Schlägen relativ stark.

Das mag zwar für den Anfang noch ganz spaßig sein, aber für ein ernsthaftes Boxtraining ist es eher hinderlich. Auch wenn man dieses Schwingverhalten als Ausweichen des Gegners ansehen möchte, so ist es doch etwas zu viel.

Der Hartschaum im Boxkörper sorgt an sich für ein guten Feedback bei allen Übungen und kann als gut bewertet werden.

Fazit

Abschließend lässt sich sagen, dass der Gold`s Gym Tube Trainer als Standboxsack eher für Anfänger oder Frauen mit weniger Schlagkraft geeignet ist, weil das Schwingverhalten des Boxkörpers sonst einfach zu stark und nervig ist.

Ebenso laufen semiprofessionelle und professionelle Boxer Gefahr mit harten Schlägen und Tritten die „Feder“ zu zerstören. Wenn Sie also langfristig trainieren wollen und auf Qualität wert legen sollten Sie sich eher den Punchine Scorpion 170 und den Bad Company Heavy Duty Standboxsack anschauen.

Ansonsten ist der Preis unserer Meinung nach für einen Einsteiger-Standboxsack OK und gerechtfertigt.