Der stehende Punchingball ist ein ideales Trainingsgerät für jeden Boxer wenn es um Geschwindigkeit, Reflexe und die Verbesserung der Schlagtechnik geht. In diesem Artikel erklären wir alle wichtigen Details des Punchingballs und stellen die besten Modelle vor.

Frau trainiert am PunchingballIm Grund handelt es sich, wie bei der Boxbirne und dem Doppelendball auch, um einen Lederball, der primär zum Schlagtraining eingesetzt wird. Der Unterschied zwischen den einzelnen Trainingsgeräten ist jedoch die Montage.

Auch wenn es Ausnahmen gibt, wird der Punchingball meist als stehende Version verkauft. Dabei ist der Schlagball auf dem oberen Ende einer Stange fixiert, die wiederum mit dem unteren Ende über eine einer Feder auf einem schweren Standfuß moniert ist.

Der Aufbau gleicht damit sehr stark dem von einem Standboxsack, welcher jedoch sowohl für das Schlag- als auch Tritttraining genutzt werden kann, weil er an sich einen viel größeren Boxkörper besitzt.

Trainingsfokus des Punchingballs oder auch stehenden Boxbirne liegt ganz klar beim reinen Schlagtraining. Auch wenn die Schlagfrequenz nicht so hoch wie beim Speedball ist, so müssen Sie beim Boxtraining am Punchingball vor allem dem zurückschnellendem Ball ausweichen.

Dadurch kann sehr gut das Ausweichen von Gegenangriffen simuliert und realistisch geübt werden.

Gewicht und Größe des Punchingballs

Der stehende Punchingball gehört zu den platzsparenden und leichten Trainingsgeräten im Bereich des Boxsports. Er besteht, wie bereits angesprochen, aus drei Hauptkomponenten:

  • Dem eigentlichen Boxball bzw. Boxbirne
  • Der Verbindungsstange mit Feder
  • Dem Standfuß für die senkrechte Montage

Der eigentliche Boxball wiegt oftmals um die 4 kg und auch die Abmessungen sind nicht sonderlich groß. Je nach Form (Ball oder Birne) liegt der Durchmesser bei ca. 25 bis 30 cm und ist mit den Abmessungen eines Basketballes vergleichbar.

Details des Punchingballs

Achten Sie beim Kauf eines Punchingballs eher auf die Größe als auf das Gewicht. Wichtig ist das der Ball an sich nicht zu klein ist; das Gewicht ändert sich auf Grund der Füllung nicht sehr stark.

Die Verbindungsstange sollte vor allem über eine solide Feder verfügen, die das zu starke schwingen des Balls verhindert. Zudem sollte die Stange höhenverstellbar sein und der Punchingball in der Höhe zwischen 120 und 160 cm einstellbar sein.

Dieser Punkt ist besonders wichtig, weil der Ball selbst so klein ist und sich möglichst genau auf Schlaghöhe befinden sollte, sodass die Schläge präzise ausgeführt werden können.

Der Standfuß ist das letzte Element und erinnert stark an einen Sonnenschirmständer. Auch hier kann dieser mit Wasser oder Sand gefüllt werden und dient zum aufrechten hinstellen des Punchingballs.

Dadurch das der Schlagball nicht so schwer ist und auch nach dem Schlagen nicht zu viel Kraft besitzt, reicht meist ein Füllgewicht von 25 bis 40 kg aus, um auch härter Schläge von erfahrenen Boxern abzufangen, ohne das der Punchingball dabei umkippt.

Wenn Sie auf der Suche nach einen guten Punchingball sind oder generell einen Boxsack kaufen möchten, dann empfehlen wir Ihnen an dieser Stelle unsere Kaufanleitung, die Sie beim Erwerben eines solchen Trainingsgerätes unterstützt.

Füllung und Außenmaterial

Auch wenn die Füllung von Boxbirne, Punchingball und Doppelendball früher oft aus Mais bestand, so wird der Schlagball heutzutage meist mit Luft oder PU (Polyurethan) gefüllt.

Eine Füllung mit Luft setzt jedoch voraus, dass der Schlagball mit einem luftdichten Ballon ausgestattet ist, der entsprechend mit Luft gefüllt werden kann. Der Nachteil von dieser Variante ist, dass er bei Löchern im Ballon nicht mehr benutzt werden kann und ausgetauscht werden muss.

Anders jedoch bei der von uns favorisierten Variante aus PU. Dieses Polyurethan ist ein extrem flexibler und strapazierfähiger Schaumstoff, der ein guten Schlagfeedback gibt und zudem weniger anfällig ist.

Während der Ball aus PU nicht immer über eine zusätzliche Hülle verfügt, ist dies bei der aufblasbaren Variante immer der Fall. Diese soll vor allem den Ballon schützen und diesem zusätzliche Stabilität verleihen.

Als Außenmaterial wird meist Leder oder Kunstleder verwendet. In unseren Augen ist Kunstleder hier die richtige Wahl, denn dieses ist billiger und von der Reißfestigkeit her  ausreichend.